Die entscheidende Rolle von KI in der Fintech-Entwicklung bis 2029: Erkenntnisse aus Davos 2024

In einer bahnbrechenden Studie, die in Davos 2024 vorgestellt wurde, beleuchtet Bryan Zhang, Geschäftsführer und Mitbegründer des Cambridge Centre for Alternative Finance an der Judge Business School der University of Cambridge, laut Finextra die Zukunft der globalen Fintech. Diese in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum durchgeführte Studie sammelte Daten von 227 Fintech-Unternehmen in fünf Branchen und sechs Regionen und bot unschätzbare Einblicke in die Fintech- Landschaft.

Die Studie befasste sich mit verschiedenen Aspekten von Fintech, darunter Unternehmensdemografie, Marktleistung, Wachstumsfaktoren, regulatorische Wahrnehmungen, Kundenbindung sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile. Der Bericht mit dem Titel „ The Future of Global FinTech: Towards Resilient and Inclusive Growth “ enthüllte einige bemerkenswerte Ergebnisse.

Laut überwältigenden 70 % der Befragten erwies sich künstliche Intelligenz (KI) als der relevanteste und einflussreichste Faktor in der Fintech-Entwicklung in den nächsten fünf Jahren. Dicht dahinter folgten Embedded Finance , die digitale Wirtschaft und Open Banking mit jeweils etwa 53 % bis 54 % Relevanz.

Fintech-Unternehmen betonten einen spürbaren Mangel an Anreizen und Mechanismen, um zu Umwelt- und Inklusionszielen beizutragen, wobei 41 % die Bedeutung nachhaltiger Finanzsysteme betonten. Weitere 31 % hielten bestehende Systeme in dieser Hinsicht für unwirksam.

Die Verbrauchernachfrage wurde von 51 % der Fintech-Unternehmen als Hauptwachstumstreiber identifiziert, wobei Lateinamerika und die Karibik an der Spitze stehen und fast 70 % der befragten Fintechs sie als wesentlichen Faktor nennen. Die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte (39 %) und ein günstiges regulatorisches Umfeld (38 %) waren ebenfalls entscheidend für die Unterstützung des Fintech-Wachstums.

Allerdings nannten 56 % der Befragten makroökonomische Faktoren als größtes Wachstumshindernis. Insbesondere Lateinamerika und die Karibik verzeichneten einen erheblichen Rückgang der Finanzierung, wobei Fintechs in dieser Region überproportional von Finanzierungsproblemen betroffen waren. Im Gegensatz dazu empfanden Fintechs aus Subsahara-Afrika ihr Finanzierungsumfeld als wachstumsfördernd, wobei 52 % es als unterstützenden Faktor bewerteten.

Die Entwicklung digitaler Regulierungs- und Aufsichtsinfrastrukturen wurde von 55 % der Befragten als wachstumsfördernd erachtet. Das Wachstum von Fintech ist eng mit Finanzdienstleistungen und -produkten verbunden, die unterversorgte Segmente erreichen, wobei weibliche (39 %), einkommensschwache (40 %) und ländliche oder abgelegene (27 %) Kunden einen erheblichen Teil des Fintech-Kundenstamms ausmachen.

Regionale Unterschiede waren offensichtlich: Weibliche Kunden im Nahen Osten und in Nordafrika machten 54 % der gesamten Transaktionswerte aus, während europäische Fintechs mit 28 % den niedrigsten Anteil weiblicher Transaktionswerte meldeten.

Drew Propson, Leiter Technologie und Innovation im Finanzdienstleistungsbereich beim Weltwirtschaftsforum, zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit von Fintech nach der Pandemie, wobei die globalen Kundenwachstumsraten von 2021 bis 2022 durchschnittlich über 50 % lagen. Er erkannte jedoch auch Herausforderungen wie eine schwierige Situation an makroökonomisches Klima und reduzierte Fintech-Finanzierung, wobei die Notwendigkeit der Datenerfassung und Unterstützung sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors betont wird, um nachhaltige soziale und wirtschaftliche Vorteile aus der Fintech-Branche zu ziehen.

Bryan Zhang, Geschäftsführer und Mitbegründer des Cambridge Centre for Alternative Finance, betonte, wie wichtig es sei, dass regulatorische Innovationen mit Finanzinnovationen Schritt halten. Er betonte das immense Potenzial digitaler Finanzdienstleistungen, den Zugang zu Finanzmitteln für Verbraucher und KMU zu erweitern und zugänglichere, erschwinglichere und personalisiertere Finanzprodukte und -dienstleistungen anzubieten.

Davos 2024 hat KI als treibende Kraft hinter der Fintech-Entwicklung bis 2029 hervorgehoben, wobei eingebettete Finanzen, die digitale Wirtschaft und Open Banking ebenfalls eine zentrale Rolle spielen. Das Potenzial von Fintech für integratives Wachstum ist beträchtlich, aber die Bewältigung von Herausforderungen und die Förderung von Innovationen werden von entscheidender Bedeutung sein, um in den kommenden Jahren sein volles Potenzial auszuschöpfen.

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