Wie Open Banking schwächelnden Verbrauchern angesichts steigender Zahlungsausfälle helfen kann

Eine kürzlich von Moneyhub durchgeführte Studie hat Statistiken zu versäumten Zahlungen bei Erwachsenen im Vereinigten Königreich enthüllt und die Notwendigkeit anpassungsfähigerer Zahlungsmethoden, insbesondere im Bereich der Stromrechnungen, deutlich gemacht, wie in der Fintech Times hervorgehoben wurde. Laut der Moneyhub-Umfrage zum finanziellen Wohlbefinden haben 24 % der Erwachsenen im Vereinigten Königreich in den letzten sechs Monaten Zahlungsausfälle erlebt, wobei 41 % dieser Fälle auf Stromrechnungen entfielen.

Die Umfrage verdeutlicht zusätzlich die allgegenwärtige Angst der Verbraucher vor Rechnungszahlungen: Über 77 % äußerten ihre Besorgnis über drohende Rechnungen, insbesondere im Zusammenhang mit Versorgungsleistungen. Bemerkenswert ist, dass 51 % der Befragten die Stromrechnungen als Hauptursache für finanzielle Unruhen nannten.

Vor dem Hintergrund steigender Versorgungskosten, die durch die allgemeine Krise der Lebenshaltungskosten verschärft werden, ist die Verwaltung des monatlichen Budgets für viele Haushalte zu einer mühsamen Aufgabe geworden. Die Zahlen von Ofgem vom Dezember 2023 unterstreichen diese Herausforderung und offenbaren eine Rekordverschuldung für Verbraucherenergierechnungen in Höhe von 3 Milliarden Pfund.

Unter den Stromrechnungen stehen Energierechnungen an erster Stelle, wenn es um Stress geht, wobei 41 % der Befragten sie als am meisten angstauslösend bezeichnen. Es folgen Wasserrechnungen (14 %) und Breitbandzahlungen (10 %).

Als Reaktion auf diese Erkenntnisse plädiert Moneyhub für Lösungen, die Versorgungsunternehmen in die Lage versetzen, in Schwierigkeiten geratene Kunden zu unterstützen, insbesondere solche, die mit wiederkehrenden Zahlungsproblemen zu kämpfen haben. Laut der Umfrage glauben 38 % der britischen Verbraucher, dass eine flexible Wahl des Datums für Lastschrifteinzüge ihre finanzielle Belastung verringern würde. Darüber hinaus erwiesen sich vorbeugende Benachrichtigungen vor Fälligkeitsterminen der Zahlungen (28 %) und eine verbesserte Transparenz der Einnahmen und Ausgaben (27 %) als entscheidende Abhilfemaßnahmen.

Darüber hinaus äußerten 17 % der Befragten, dass wöchentliche Rechnungszahlungen im Gegensatz zu monatlichen Raten eine bessere Finanzverwaltung ermöglichen würden – eine Option, die besonders für diejenigen attraktiv ist, die wöchentliche Löhne beziehen.

Open Banking und Open Finance Payments erweisen sich als vielversprechende Möglichkeiten für die Implementierung flexibler Lösungen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten sind. Durch den Einsatz dieser Technologien können Anbieter Kunden, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, präventiv identifizieren und personalisierte Hilfe anbieten, wodurch die finanzielle Widerstandsfähigkeit gestärkt wird.

Mark Munson, Managing Director of Payments bei Moneyhub, unterstreicht die Bedeutung des Umgangs mit versäumten Zahlungen, insbesondere bei Stromrechnungen. Munson betont die zentrale Rolle der Technologie bei der Verbesserung der Verbraucherunterstützung und der Förderung maßgeschneiderter Zahlungsoptionen. Durch die Priorisierung der Auswahl und Flexibilität der Verbraucher können Versorgungsunternehmen die Kundenbindung stärken, die Abwanderungsraten verringern und die allgemeine Kundenzufriedenheit steigern.

Da ein erheblicher Teil der britischen Bevölkerung weiterhin von Zahlungsausfällen betroffen ist, stellt die Integration von Open-Banking- und Open-Finance-Technologien einen gangbaren Weg dar, finanzielle Belastungen zu verringern und ein größeres finanzielles Wohlergehen der Verbraucher zu fördern.

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