EU und CFPB diskutieren KI- und BNPL-Risiken für Verbraucher

US-amerikanische und europäische Beamte haben einen „informellen Dialog“ eingeleitet, um Bedenken hinsichtlich des finanziellen Verbraucherschutzes auszuräumen. Dabei konzentrieren sie sich laut Finextra auf die zunehmende Präsenz von Big Tech im Zahlungsverkehr, den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Kreditvergabe und den Anstieg von „Buy Now, Pay Later“-Diensten (BNPL).

Hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission und des Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) haben Gespräche über diese drei „Schwerpunktbereiche“ geführt, mit dem Ziel, Fachwissen und bewährte Praktiken auszutauschen und gleichzeitig ihre Regulierungsansätze anzugleichen.

Die Popularität von BNPL-Diensten ist in den letzten Jahren auf beiden Seiten des Atlantiks stark gestiegen, was zu Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überschuldung geführt hat. Die Europäische Kommission erwartet aufgrund der zunehmenden Bedeutung von BNPL-Angeboten im nächsten Jahrzehnt einen deutlichen Anstieg der Überschuldung.

Gleichzeitig befassen sich Regulierungsbehörden in den USA und Europa mit dem wachsenden Einfluss der großen Technologieunternehmen im Finanzsektor, insbesondere im Zahlungsverkehr. Sowohl die Europäische Kommission als auch die CFPB haben kartellrechtliche Bedenken hinsichtlich der digitalen Geldbörse von Apple geäußert.

In Bezug auf KI haben die Beamten über die Unterschiede und Ähnlichkeiten in den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der einzelnen Rechtsräume im Hinblick auf Verbraucherkredite beraten. Sie haben auch Informationen über die verschiedenen KI- und automatisierten Entscheidungsfindungsanwendungen ausgetauscht, die von Unternehmen in ihren jeweiligen Regionen implementiert werden.

In einer gemeinsamen Erklärung betonten CFPB-Direktor Rohit Chopra und EU-Kommissar Didier Reynders die Bedeutung der US-EU-Koordination bei Themen, die über den Atlantik hinausgehen. Sie betonten die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass die Finanzdaten und die Privatsphäre der Verbraucher respektiert und nicht überwacht oder missbraucht werden; dass auf den wettbewerbsorientierten Märkten für Verbraucherkredite weiterhin sinnvolle Auswahlmöglichkeiten bestehen; dass Betrug und Manipulation verhindert werden; und dass den Verbrauchern die notwendigen Instrumente zur Verfügung gestellt werden, um im Problemfall Rechtsmittel einlegen zu können.

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